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Ketzerforum Volkes Stimme unplugged
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Euklid
Joined: 01 Mar 2006 Posts: 13055
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Posted: Mon Feb 01, 2010 6:11 pm Post subject: Re: Mysterium? Nicht zu fassen... |
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| Euklid wrote: | | IanSobiesky wrote: | | Euklid wrote: |
Es ist völliger Unfug mit Dingen wie Arbeitszeit herumzurechnen um zu beweisen daß das Benzin heute billiger wäre als in den 70ern.
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Und es ist (mal wieder) natürlich völliger Unsinn, mit abstrakten Nominalen rumzurechnen, wo im Alltag einzig und allein zählt, wieviel meiner begrenzten Arbeitszeit ich für den Kauf eines Produktes aufwenden muss.
Nur so sind Vergleiche (auch zwischen Ländern) überhaupt möglich und sinnvoll.
| Quote: |
Fakt ist daß 50 Pfennig 1970 soviel Benzin gekauft hat wie heute 2,50DM respektive 1,28€
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Zahlenspiele und Erbsenzählerei, wie immer.
Deine Rolle als Forenshredder spielst Du nun schon erstaunlich lange sehr gut.
Man fragt sich als Aussenstehender, wer Dich dafür bezahlt, jede, aber auch jede Diskussion auf Nebengleise zu führen und so einen interessanten Diskurs immer gleich zu Beginn zu ersticken.
Ach ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Du seit ebenfalls sehr langer Zeit dieses Forum als Schuttabladeplatz für MSM-Einzeiler missbrauchst und so ebenfalls jeden Qualitätsanspruch von vornherein zunichte machst.
Sytemagent ist gar kein Ausdruck dafür, was Du hier treibst.
Jetzt kannst Du Deine üblichen Zickereien starten, denn das kann auch kaum jemand so gut wie Du (und unbefriedigte Weiber im PMS). |
Guten Tag "Ian"
Hallo "Ian" dann wollen wir doch mal in eine Grenzbetrachtung einsteigen um deinen kläglichen Unsinn den Du hier ausbreitest zu widerlegen.
Jetzt wollen wir eben mal ordentlich zicken mal sehen wie weit deine Intelligenz trägt
Welches Szenario ist denn besser?
Szenario I
Für Lebensunterhalt 1h Arbeit pro Tag
Für Staatswesen 17h pro Tag
Szenario II
Für Lebensunterhalt 2 Stunden pro Tag
Für Staatswesen 7 Stunden pro Tag
Szenario III
Für Lebensunterhalt 2 Stunden pro Tag
Für Staatswesen 23 Stunden pro Tag
Wir sind uns wohl hoffentlich einig daß bei der Grenzwertbetrachtung Szenario III gleich ausscheidet ,da die Arbeitszeit pro Tag ja begrenzt ist,wie Du schon selbst festgestellt hast.
Nach deinen vorgelegten Berechnungen wäre Szenario I der Wohlfahrtsstaat,weil dort auf Arbeitszeit umgelegt alles am billigsten wäre.
Hast Du dazu noch etwas zu sagen,zu korrigieren,zu anderen Einsichten zu kommen, oder fällt Dir wenigstens etwas auf?
Gruß Euklid |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Tue Feb 02, 2010 1:59 am Post subject: |
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| Hardy, der Student wrote: | Moin Diogenes2000!
| Diogenes2000 wrote: |
Was Du im Schlusssatz sagst... darauf kommt´s in der Tat an -
und so hat der Faden ja auch begonnen.
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Selbstverständlich sind die Randbedingungen viel interessanter zu diskutieren. Allerdings sollte man dazu die Grundfunktion bzw. die Grundkomponenten verstanden haben.
Euklid hat die verstanden.
Nach eigener Aussage hast Du das Spiel ja auch verstanden. Schön.
Dann springen wir doch gleich mal nach ganz oben, wo Du schreibst:
" Der Münzgewinn landet auch heute noch beim Finanzminister - und nicht bei der Zentralbank. Ein Relikt aus früheren Zeiten?! "
Münzgewinn? Auf karibische Art und Weise berechnet, oder wie?
Das führe uns doch mal im Detail vor, wo da ein Münzgewinn beim Staat entsteht.
Vorher lohnt sich ebentuell noch ein kurzer Blick in diesen Faden:
http://freezonechef.servertalk.in/freezonechef-ftopic15792.html
Oder hältst Du die Gewinnermittlung auch wieder nur für eine lästige "Definitionsfrage"?
Grüße! |
Hi Hardy,
diesmal, fürchte ich, musst Du sowohl ohne meine Anregungen
als auch ohne meine Gegenreden auskommen.
Ich habe das meiste ja schon gesagt.
Das Feld gehört Dir.
Die Diskussion ist ja, wie es scheint, wieder in Gang gekommen.
Ich begnüge mich für´s Erste mit dem Lesen.
Also denn, "adelante!"
MkG
Diogenes2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
http://www.kzu.ch/fach/as/material/texte_philo/Diogenes/diogenes_01.htm und
http://www.brainworker.ch/zynismus/ |
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Euklid
Joined: 01 Mar 2006 Posts: 13055
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Posted: Tue Feb 02, 2010 6:55 am Post subject: |
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| Diogenes2000 wrote: | | Hardy, der Student wrote: | Moin Diogenes2000!
| Diogenes2000 wrote: |
Was Du im Schlusssatz sagst... darauf kommt´s in der Tat an -
und so hat der Faden ja auch begonnen.
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Selbstverständlich sind die Randbedingungen viel interessanter zu diskutieren. Allerdings sollte man dazu die Grundfunktion bzw. die Grundkomponenten verstanden haben.
Euklid hat die verstanden.
Nach eigener Aussage hast Du das Spiel ja auch verstanden. Schön.
Dann springen wir doch gleich mal nach ganz oben, wo Du schreibst:
" Der Münzgewinn landet auch heute noch beim Finanzminister - und nicht bei der Zentralbank. Ein Relikt aus früheren Zeiten?! "
Münzgewinn? Auf karibische Art und Weise berechnet, oder wie?
Das führe uns doch mal im Detail vor, wo da ein Münzgewinn beim Staat entsteht.
Vorher lohnt sich ebentuell noch ein kurzer Blick in diesen Faden:
http://freezonechef.servertalk.in/freezonechef-ftopic15792.html
Oder hältst Du die Gewinnermittlung auch wieder nur für eine lästige "Definitionsfrage"?
Grüße! |
Hi Hardy,
diesmal, fürchte ich, musst Du sowohl ohne meine Anregungen
als auch ohne meine Gegenreden auskommen.
Ich habe das meiste ja schon gesagt.
Das Feld gehört Dir.
Die Diskussion ist ja, wie es scheint, wieder in Gang gekommen.
Ich begnüge mich für´s Erste mit dem Lesen.
Also denn, "adelante!"
MkG
Diogenes2000 |
Hallo Diogenes guten Morgen
ich habe den Faden mit "Ian" wieder aufgenommen und ihm den Erkenntnisgewinn seiner Berechnungart nun mundgerecht serviert.
Mal sehen ob er den Erkenntnisgewinn nutzt,sowie ich bei Buche in Bezug auf 9/11 erkennen mußte daß ich mich geirrt hatte,oder ob er weiter an seiner Ideologie festhält.
Nicht alle Lehrkräfte bereiten den Stoff kurz und prägnant auf damit es eigentlich jeder verstehen müßte um was es geht,aber ich dachte mir aufgrund der exorbitanten Schwäche von "Ian" in mathematischen Dingen wäre etwas Nachhilfe angebracht.
Mal sehen ob er einen solchen Erkenntnissprung vollziehen kann,daß seine Berechnungsart zumindest nicht das Gelbe vom Ei darstellt sondern höchstens für den Boulevard taugt um den Depperln vorzurechnen daß sie in einem Wohlfahrtsstaat leben würden.
PS: Depperln-Definition.
Das sind alle diejenigen die durch ihre tägliche Arbeit diesen Staat noch am Leben erhalten.
Das gilt selbstverständlich auch für die Beamten die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen.
Das gilt nicht für diejenigen die sich an den Steuermilliarden bereichern und weiterhin Geschenke in alle Welt verteilen die dadurch zustande kommen daß man Steuern und Abgaben für die eigene Bevölkerung auf ein ungeheures unakzeptables Niveau angehoben hat.
Gruß Euklid |
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Euklid
Joined: 01 Mar 2006 Posts: 13055
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Posted: Tue Feb 02, 2010 10:37 am Post subject: |
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| Euklid wrote: | | Diogenes2000 wrote: | | Hardy, der Student wrote: | Moin Diogenes2000!
| Diogenes2000 wrote: |
Was Du im Schlusssatz sagst... darauf kommt´s in der Tat an -
und so hat der Faden ja auch begonnen.
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Selbstverständlich sind die Randbedingungen viel interessanter zu diskutieren. Allerdings sollte man dazu die Grundfunktion bzw. die Grundkomponenten verstanden haben.
Euklid hat die verstanden.
Nach eigener Aussage hast Du das Spiel ja auch verstanden. Schön.
Dann springen wir doch gleich mal nach ganz oben, wo Du schreibst:
" Der Münzgewinn landet auch heute noch beim Finanzminister - und nicht bei der Zentralbank. Ein Relikt aus früheren Zeiten?! "
Münzgewinn? Auf karibische Art und Weise berechnet, oder wie?
Das führe uns doch mal im Detail vor, wo da ein Münzgewinn beim Staat entsteht.
Vorher lohnt sich ebentuell noch ein kurzer Blick in diesen Faden:
http://freezonechef.servertalk.in/freezonechef-ftopic15792.html
Oder hältst Du die Gewinnermittlung auch wieder nur für eine lästige "Definitionsfrage"?
Grüße! |
Hi Hardy,
diesmal, fürchte ich, musst Du sowohl ohne meine Anregungen
als auch ohne meine Gegenreden auskommen.
Ich habe das meiste ja schon gesagt.
Das Feld gehört Dir.
Die Diskussion ist ja, wie es scheint, wieder in Gang gekommen.
Ich begnüge mich für´s Erste mit dem Lesen.
Also denn, "adelante!"
MkG
Diogenes2000 |
Hallo Diogenes guten Morgen
ich habe den Faden mit "Ian" wieder aufgenommen und ihm den Erkenntnisgewinn seiner Berechnungart nun mundgerecht serviert.
Mal sehen ob er den Erkenntnisgewinn nutzt,sowie ich bei Buche in Bezug auf 9/11 erkennen mußte daß ich mich geirrt hatte,oder ob er weiter an seiner Ideologie festhält.
Nicht alle Lehrkräfte bereiten den Stoff kurz und prägnant auf damit es eigentlich jeder verstehen müßte um was es geht,aber ich dachte mir aufgrund der exorbitanten Schwäche von "Ian" in mathematischen Dingen wäre etwas Nachhilfe angebracht.
Mal sehen ob er einen solchen Erkenntnissprung vollziehen kann,daß seine Berechnungsart zumindest nicht das Gelbe vom Ei darstellt sondern höchstens für den Boulevard taugt um den Depperln vorzurechnen daß sie in einem Wohlfahrtsstaat leben würden.
PS: Depperln-Definition.
Das sind alle diejenigen die durch ihre tägliche Arbeit diesen Staat noch am Leben erhalten.
Das gilt selbstverständlich auch für die Beamten die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen.
Das Depperl gilt natürlich auch für mich,obwohl ich mich beim Arbeiten nicht mehr überanstrengen brauche,weil ich eben nicht mehr muß.
Das gilt nicht für diejenigen die sich an den Steuermilliarden bereichern und weiterhin Geschenke in alle Welt verteilen die dadurch zustande kommen daß man Steuern und Abgaben für die eigene Bevölkerung auf ein ungeheures unakzeptables Niveau angehoben hat.
Gruß Euklid |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Sat Feb 06, 2010 3:38 am Post subject: |
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Nachdem ich schon einige Energie in diesen Faden gesteckt und
mir außerdem bereits einige weitere Gedanken gemacht habe,
möchte ich diese mal hier einstellen (ist ja keine weitere Arbeit),
nachdem die Diskussion/das Thema am Absterben ist.
Als Kritischer Rationalist habe ich u.a. gelernt, dass der erste Schritt im Erkenntnis- bzw. Problemlösungsprozess der ist, das Problem richtig zu definieren/beschreiben. – Wer da einen Fehler macht, geht zwangsläufig in die Irre. (In meiner Antwort an *Hardy“ v. 29.1. habe ich meine Problem-Definition geliefert bzw. genannt.)
An dieser Stelle möchte ich aber nochmals auf die – von mir unterstellte – Problemdefinition von Dottore PCM eingehen: ich vermute mal, dass er sich über das enorme Geldmengenwachstum zu Beginn der 80er Jahre gewundert hat… und sich dann, auch vor dem Hintergrund des Monetarismus (er war ja bei den Chicago-Jungs von M. Friedman), weitere Gedanken über die „wundersame Geldvermehrung“ gemacht hat…
Das Ergebnis kennen wir: „Geld als Schuldverhältnis“ – und das ist ja nicht grundsätzlich falsch, sondern eben nur ein Teilaspekt. Da er aber meinte, alles Geld so definieren zu müssen, landete er schließlich –wie ich es genannt habe - bei der „Erbsünde“= „Urschuld“. Sein logisch aufgebautes (axiomatisches) Gebilde in Verbindung mit dem Begründungs- oder Verifikationszwang führte ihn schließlich in den unendlichen Regress, aus dem es nur diesen (dogmatischen) „Ausweg“ gab. Auf dieser Basis wurde dann das ganze Gebilde als „tautologische Ideologie“ aufgebaut… Eine solche ist natürlich logisch richtig, aber eben nicht falsifizierbar – und deshalb auch von geringem Erkenntniswert (Informationsgehalt).
Sorry, Dottore, aber es wäre nicht nötig gewesen, darauf eine grundsätzlich neue Sicht des Kapitalismus aufbauen zu wollen! „Geld als Schuldverhältnis“ als beachtenswerter Aspekt bei der Betrachtung des Geldes hätte genügt – und die Lorbeeren der Zunft wären Dir sicher gewesen.
Da ich aber nicht nur kritischer Rationalist bin, sondern auch von anderen noch das eine oder andere übernommen habe, mach ich auch in der von mir gerne verwendeten sokratischen Fragetechnik („…aber ist es denn nicht so, dass…?“ oder so ähnlich…) weiter…
Sollte dabei auch die eine oder andere (falsifizierbare) Hypothese einfließen, könnte das durchaus beabsichtigt sein.
Und damit - mit Hypothesen - will ich auch beginnen:
1. Geld existiert nicht allein aus Schuldverhältnissen – und wird auch nicht allein vom Staat gemacht, sondern nur vom Staat „autorisiert“. (Letzteres aber wird derzeit ja mehr und mehr in Frage gestellt!)
2. Geld wird auch von Privaten und privaten Institutionen (darunter als quasi Privilegierte: die Banken) geschöpft/geschaffen, sei es durch Arbeit oder durch „Ausbuddeln“. (meist „vorfinanziert“ durch Wechsel oder Kredite)
Wer es enger haben oder präziser formuliert haben will, könnte es auch so formulieren: (Geschaffene oder ausgebuddelte) „Werte“ werden - oft bereits vorab - über Kredite (oder Wechsel) in Geld transformiert. Dabei entsteht aber nicht nur ein Bewertungsproblem! (erste Quelle für Irrtümer!), sondern auch ein Verlustrisiko.
3. Geld wird aber auch „geschaffen“ durch Handel mit Geld. (Geld als Ware!) – und das geschieht fast ausschließlich im Finanzsektor (Banken, Börse, etc….) Hierbei aber ist das Verlustrisiko überaus hoch.
4. Der Vollständigkeit halber: Die Geld-Generierung aus Krediten oder aus dem Handel mit Geld basiert in der Regel auf Schuldverhältnissen, die abgelöst, aber auch vernichtet (gestrichen) werden können. Bei der Vernichtung aber verschwindet das so geschaffene Geld.
Dass der Staat die Schuldverhältnisse per Gesetz regelt, ist nur ein Nebenaspekt, der zwar der Erwähnung wert ist, substanziell aber wenig zum Charakter des Geldes beiträgt. Er erschwert im Ernstfall lediglich die Geldvernichtung oder –entwertung.
Betrachten wir mal das Ziel des Wirtschaftens oder der Ökonomie wie es die klassischen (liberalen) Ökonomen seit Adam Smith formuliert haben: „Größtmöglicher Wohlstand für die größtmögliche Zahl!“ – Auch wenn das ein politisches oder ethisches Ziel ist, über das man durchaus diskutieren kann (= eine Frage der Einstellung und Orientierung/ „Werturteil“) und überdies nicht gerade präzise ist (was bedeutet „größtmöglich“?) kann man es zur Beurteilung heranziehen: Ist der Wohlstand einer großen Zahl tatsächlich gewachsen?
Ich meine: Wer einen unvoreingenommenen (vorurteils- und ideologiefreien) Blick auf die soziale Realität wirft, wird diese Frage bejahen können.
Und das verdanken wir – das ist eine weitere Hypothese – zum großen Teil dem modernen Charakter des Geldes und der Geldpolitik (als einem Teil der Wachstums- oder Konjunkturpolitik) – Und dabei beziehe ich mich in erster Linie auf die 2. Hypothese (s.o.).
Das über Wechsel oder Kredite geschaffene/geschöpfte Geld hat neue Werte geschaffen – und das Geld bleibend/“nachhaltig“ vermehrt, da dem neu geschaffenen Geld auch mehr Deckung gegenüberstand. (Achtung! Ob das ausgeglichen ist oder nicht, sage ich erstmal nicht!)
Gleichwohl kann man auch nicht so tun, als ob die ausgebuddelten Werte (Rohstoffe u. da vor allem Rohöl) oder geschaffenen Werte (Infrastruktur, Gebäude ob privat oder öffentlich, langlebige Konsumgüter etc.) nichts wert wären – und nur das Geld an Wert verloren hätte!
Dem neu geschaffenen Geld stehen also durchaus auch neu geschaffene Werte gegenüber.
Wie aber sind diese „neu geschaffenen Werte“ tatsächlich zu bewerten…?
Meiner Ansicht nach ist dies eine, wenn nicht gar die zentrale Frage! Ganz besonders gilt dies, wenn man den Wert des Geldes, also den „Geldwert“ und damit auch Inflation oder Deflation, im Auge hat.
Betriebswirtschaftler würden fragen: Anschaffungswert oder Wiederbeschaffungswert?
Was ist eine Ölförderungsanlage, die vor 20 Jahren gebaut wurde, aber heute noch funktioniert, wirklich wert, was eine Schule, was eine Autobahn, was ein Fernseher, ein Auto etc….?
Die Beantwortung dieser Frage hängt aber nicht nur davon ab, welchen betriebswirtschaftlichen Maßstab man anlegt, sondern auch von der Nachfrage, wie viele meinen. Eine Schule, die man nicht mehr braucht, weil es keine Kinder mehr gibt, ist nichts mehr wert… Ein Auto, das nicht mehr den Umweltvorschriften entspricht oder zehn Jahre und mehr auf dem Buckel hat, ist wahrscheinlich auch nichts mehr wert. Wenn es der Nutzer aber braucht und sich ein neues anschaffen will, muss er den Wiederbeschaffungswert berücksichtigen.
Wie sich unter all diesen Fragen der Geldwert quantitativ exakt(!) entwickelt, ist m.E. eines der großen Mysterien, denen (auch) die Ökonomen oder besser: Ökonometriker mit exakten Messungen und Formeln auf die Spur kommen wollen… Ob es ihnen je gelingen wird… ich habe da meine Zweifel und meine deshalb – ohne konkrete Daten zu nennen! , dass all den genannten Prozessen oder Entwicklungen sowohl inflatorische wie auch deflatorische Elemente inhärent sind.
Abgesehen davon: Warum wird die Frage des Geldwerts eigentlich so wichtig genommen…?
Einfache Antwort als Hypothese formuliert: … weil Geld auch als Wertaufbewahrungsmittel dient/fungiert. (siehe „Geldfunktionen“!) – Und damit kommen wir auch zur Problematik der 3. Hypothese (s.o.).
Jemand will sein Geld nicht nur sicher anlegen (aufbewahren), sondern dabei auch noch einen Gewinn (oder doch „Wertzuwachs“?) erzielen… Also guckt er sich nach den Sicherheiten und den Renditen um… und landet wo…?
Wahrscheinlich bei denen, die mit Geld handeln, mit Geld operieren… und dabei die schönsten Versprechungen machen – und dabei auch noch neue „Produkte“ zu bieten haben.
Frage: Braucht man noch einen besseren Beleg dafür, dass damit Geld zur Ware gemacht wird?
Wenn der Anleger nun mit „sauer erarbeitetem“ richtigen Geld derartige Geld-Produkte („Waren“) kauft und hinterher feststellt, dass er eigentlich eine leere Verpackung gekauft hat, was passiert dann mit dem Geld? Ist dieses Geld weg oder geistert es noch irgendwo rum?
Was geschieht mit abgeschriebenem Geldvermögen?
Ich würde sagen: das Geldvermögen ist weg. Damit steigt tendenziell der Geldwert des verbliebenen Geldes (= deflatorische Wirkung), soweit ihm nicht inflatorische Anlässe oder Prozesse (wie z.B. Ausgabe neuen Geldes) entgegenwirken.
Grundsätzlich ist also die Ausgabe oder Schaffung neuen Geldes nicht grundsätzlich abzulehnen, sondern zu fragen, wofür dieses neue Geld verwendet wird. Wird es nämlich wieder für den Kauf von „leeren Verpackungen“ verwendet, droht das Gleiche nochmals – und immer wieder. (Manche nennen dies auch „Blasenbildung“.) So kann dann leicht Blase auf Blase folgen…, denn Blasen sind ja durchaus mit „Ansammlungen von leeren Verpackungen“ vergleichbar.
Und was passiert, wenn einer eine „leere Verpackung“ gegen eine andere „Leere Verpackung“ eintauscht bzw. kauft oder verkauft?
Ich meine: zunächst mal gar nichts, es sei denn er kassiert Provision auf diese Transaktion, meist Kauf, und wandelt diese Provision unmittelbar in „konkretes Geld oder konkrete Werte“ um. (Ich wähle dieses Attribut bewusst, weil dafür ja einiges in Frage kommt, z.B. auch ein Grundstück in einem anderen Land, aber auch eine Yacht oder ein schönes Auto, vielleicht aber auch nur Geld auf einem (staatlich gesicherten/garantierten) Festgeldkonto. – Das aber wäre dann Geld ohne neu geschaffenen Gegenwert. Und als solches hat es einen inflatorischen Effekt.
Worauf kommt es also letztlich an… beim Umgang und Schöpfen von Geld?
Ich antworte darauf mal mit einer weiteren Hypothese mit klassisch-ökonomischem Charakter, nämlich kurz und bündig so: …Auf die richtige Allokation des neu geschaffenen Geldes!
Dieser Antwort schließt sich aber zwangsläufig eine weitere Frage an:
Was ist diese „richtige Allokation“, wie kann die aussehen…?
Die einfachste Antwort wäre sicherlich: Man sollte zumindest mal kein Geld für leere Verpackungen ausgeben, sondern sich was "Anständiges", Reales oder „Handfestes“ kaufen.
(Die Vorstellungen darüber, was das sein könnte, sind wahrscheinlich mannigfaltig…)
Die richtige Allokation des Geldes - und das gilt für jede Form der Geldanlage und/oder Investition - muss das Ziel sein!
Wenn nun in der Vergangenheit Geld falsch alloziert worden ist (siehe Hypothekenkrise!) ist es quasi zwingend, dass das schief gehen muss.
Damit ist m.E. auch das Ziel für die Maßnahmen vorgegeben:
Das Instrumentarium und die institutionellen Vorkehrungen so zu treffen,
dass Fehlallokationen ausgeschlossen oder zumindest behindert/verteuert werden.
Und da kann man sich so einiges vorstellen...
MkG
Diogenes2000
Nachtrag an Hardy:
Der Unterschied zwischen logisch und empirisch ist z.B. der:
Wer Geld hat und dies auch für Geld hält, wird es auch als Geld verwenden und sich nicht darum kümmern (=empirisch), ob Du das "logisch" für Staatsgeld oder was auch immer hältst.
Und mir geht´s da genau so. Sorry!  _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
http://www.kzu.ch/fach/as/material/texte_philo/Diogenes/diogenes_01.htm und
http://www.brainworker.ch/zynismus/ |
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Laus
Joined: 26 Feb 2009 Posts: 42
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Posted: Sat Feb 06, 2010 12:01 pm Post subject: |
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| Diogenes2000 wrote: | Der Unterschied zwischen logisch und empirisch ist z.B. der: Wer Geld hat und dies auch für Geld hält, wird es auch als Geld verwenden und sich nicht darum kümmern (=empirisch), ob Du das "logisch" für Staatsgeld oder was auch immer hältst.
Und mir geht´s da genau so. Sorry!  |
Ich würde sagen: Geld ist was der Counterpart als Geld akzeptiert. Was ich denke oder glaube zu wissen ist egal, da das Geld keinen Selbstzweck hat. Und hier sind wir wieder beim Glauben/Vertrauen.
Irgendwo auf den Nachdenkseiten stand der Satz: Man kann Geld nicht in die Zukunft transferieren. Es ging dabei um die private Rentenvorsorge, das Fazit war: man muß heute in die Zukunft investieren.
Das machte mich sehr nachdenklich.
| Diogenes2000 wrote: | Die richtige Allokation des Geldes - und das gilt für jede Form der Geldanlage und/oder Investition - muss das Ziel sein!
|
Was ist die richtige Allokation oder Investition des Geldes. Das ist die Frage der Fragen.
Weil man damit nicht nur die derzeitigen "Verwerfungen" übersteht, sondern auch den Transfer des "Geldwertes" in ein "ferne" Zukunft schaffen kann.
Ich denke: Jegliches Sparen/Horten/Investition ist Nachfragebestimmt, was habe ich was jemand ander haben möchte und was bekomme ich im Gegenzug dafür. Somit muß man sich die Struktur der Bevölkerung in der Zukunft ansehen und deren Bedürfnisse erahnen.
Oder sehe ich das falsch?
Gruß, Laus |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Tue Feb 09, 2010 3:35 am Post subject: |
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| Laus wrote: | | Diogenes2000 wrote: | Der Unterschied zwischen logisch und empirisch ist z.B. der: Wer Geld hat und dies auch für Geld hält, wird es auch als Geld verwenden und sich nicht darum kümmern (=empirisch), ob Du das "logisch" für Staatsgeld oder was auch immer hältst.
Und mir geht´s da genau so. Sorry!  |
Ich würde sagen: Geld ist was der Counterpart als Geld akzeptiert. Was ich denke oder glaube zu wissen ist egal, da das Geld keinen Selbstzweck hat. Und hier sind wir wieder beim Glauben/Vertrauen.
Irgendwo auf den Nachdenkseiten stand der Satz: Man kann Geld nicht in die Zukunft transferieren. Es ging dabei um die private Rentenvorsorge, das Fazit war: man muß heute in die Zukunft investieren.
Das machte mich sehr nachdenklich.
| Diogenes2000 wrote: | Die richtige Allokation des Geldes - und das gilt für jede Form der Geldanlage und/oder Investition - muss das Ziel sein!
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Was ist die richtige Allokation oder Investition des Geldes. Das ist die Frage der Fragen.
Weil man damit nicht nur die derzeitigen "Verwerfungen" übersteht, sondern auch den Transfer des "Geldwertes" in ein "ferne" Zukunft schaffen kann.
Ich denke: Jegliches Sparen/Horten/Investition ist Nachfragebestimmt, was habe ich was jemand ander haben möchte und was bekomme ich im Gegenzug dafür. Somit muß man sich die Struktur der Bevölkerung in der Zukunft ansehen und deren Bedürfnisse erahnen.
Oder sehe ich das falsch?
Gruß, Laus |
Hi Laus,
selbstverständlich muss auch der "Counterpart" dran glauben... versteht sich von selbst. Und solange dieses "Einvernehmen" besteht, kann das ganze "Spiel mit dem Geld" auch funktionieren.
Klar, Glaube und/oder Vertrauen ist die Basis.
Ja, die richtige Allokation des Geldes... Darauf kommt´s an...
Beim klassischen Sparen ist die Rendite klein und die Sicherheit groß.
Beim Horten gibt´s womöglich keine Rendite...
Beim Investieren stellt sich die Frage: in was investieren...?
In reale Anlagen wie Maschinen, Minen, Fabriken... also etwas, womit etwas Reales produziert wird...
oder
in Geld-Anlagen..., wo man nur mit einer irgendwie gearteten Rendite rechnet, oft nur auf der Basis von Wert- oder Kursänderungen...?
Auf den ersten Blick bergen beide Anlageformen Risiken, auch nachfragebedingte Risiken! kein Widerspruch.
Wer in eine Aktie einer Produktionsfirma investiert, deren Produkte sich nach ein paar Jahren nicht mehr verkaufen lassen, wird wohl ebenso daneben liegen wie einer, der in einen Future investiert und dabei auf die falsche Richtung setzt.
Allerdings lassen sich Aktien-Engagements sicher besser abschätzen als Call- und Put-Engagements auf Märkten, die zum großen Teil von Spekulanten bestimmt sind...
Doch darum, also den individuellen Anlageaspekt, geht´s mir im Grunde garnicht, sondern mehr um das "institutionelle Anlageangebot" und die Quellen, aus denen die Nachfrage dafür entsteht.
Um zum zentralen Punkt zurückzukehren:
Was geschähe, wenn man bestimmte Angebote zur Fehlallokation generell unmöglich machen - oder zumindest erschweren/verteuern würde...?
MkG
Diogenes2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
http://www.kzu.ch/fach/as/material/texte_philo/Diogenes/diogenes_01.htm und
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Laus
Joined: 26 Feb 2009 Posts: 42
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Posted: Tue Feb 09, 2010 9:06 pm Post subject: |
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| Diogenes2000 wrote: | | Ja, die richtige Allokation des Geldes... Darauf kommt´s an... | Das Ziel der Aktion muß somit hinterfragt werden. Sicherheit, Rendite, Stabilität der Bevölkerungszahlen? Man kann diese Fragen für ein Individuum oder für eine Gesellschaft aber auch eine Firma stellen.
Ich stelle Sie egoistischer weise nur für mich und meine Sippe. Dabei bin natürlich von den gegebenen Randbedingungen abhängig.
| Diogenes2000 wrote: | | wenn man bestimmte Angebote zur Fehlallokation generell unmöglich machen | Das halte ich für schlicht unmöglich. Weil sich das meißt erst hinterher herausstellt und weil die Dummheit und Bestechlichkeit/Kriminalität nicht aussterben werden. Man kann vielleicht die größten Auswüchse verhindern. Es sei denn, es findet ein gesellschaftliches Umdenken zu einer neuen Bescheidenheit statt. So wie es die Sozialisten wollten?
| Diogenes2000 wrote: | | individuellen Anlageaspekt, geht´s mir im Grunde gar nicht, sondern mehr um das "institutionelle Anlageangebot" und die Quellen, aus denen die Nachfrage dafür entsteht. |
Also ich denke derzeit über das Thema "Private Equity" nach. Wenn da nicht so viele Schulden im System wären…, es dürfte für meinen Teil auch die Rendite geringer sein. Ein weiteres Problem ist die fehlende Transparenz bei der Bewertung. Sie können auch nicht alle an der Börse gehandelt werden.
Ansonsten das was das Leben lebenswert macht: Wasser, Energie.
Eine eigengengenutzte Immo. ist was tolles, was sich nicht rentiert aber eben ein Stück Sicherheit bietet. Halt auch für den Staat der auf dieses Vermögen der Eigentümer immer Zugriff hat.
Gruß, Laus |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Wed Feb 10, 2010 4:19 pm Post subject: |
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| Laus wrote: | | Diogenes2000 wrote: | | Ja, die richtige Allokation des Geldes... Darauf kommt´s an... | Das Ziel der Aktion muß somit hinterfragt werden. Sicherheit, Rendite, Stabilität der Bevölkerungszahlen? Man kann diese Fragen für ein Individuum oder für eine Gesellschaft aber auch eine Firma stellen.
Ich stelle Sie egoistischer weise nur für mich und meine Sippe. Dabei bin natürlich von den gegebenen Randbedingungen abhängig.
Ist so auch O.K. - Mich interessiert die Frage nur generell oder "systemisch".
| Diogenes2000 wrote: | | wenn man bestimmte Angebote zur Fehlallokation generell unmöglich machen | Das halte ich für schlicht unmöglich. Weil sich das meißt erst hinterher herausstellt und weil die Dummheit und Bestechlichkeit/Kriminalität nicht aussterben werden. Man kann vielleicht die größten Auswüchse verhindern. Es sei denn, es findet ein gesellschaftliches Umdenken zu einer neuen Bescheidenheit statt. So wie es die Sozialisten wollten?
siehe dazu meine Antwort unten!
| Diogenes2000 wrote: | | individuellen Anlageaspekt, geht´s mir im Grunde gar nicht, sondern mehr um das "institutionelle Anlageangebot" und die Quellen, aus denen die Nachfrage dafür entsteht. |
Also ich denke derzeit über das Thema "Private Equity" nach. Wenn da nicht so viele Schulden im System wären…, es dürfte für meinen Teil auch die Rendite geringer sein. Ein weiteres Problem ist die fehlende Transparenz bei der Bewertung. Sie können auch nicht alle an der Börse gehandelt werden.
Ja, es ist nicht nur die "fehlende Transparenz", sondern oft auch eine (nachfragebedingte!) Fehlbewertung, gerade auch bei Aktien!
Ansonsten das was das Leben lebenswert macht: Wasser, Energie.
Eine eigengengenutzte Immo. ist was tolles, was sich nicht rentiert aber eben ein Stück Sicherheit bietet. Halt auch für den Staat der auf dieses Vermögen der Eigentümer immer Zugriff hat.
Gruß, Laus |
Hallo Laus!
Gerade heute hat Bassano zwei Beiträge eingestellt, die durchaus einiges zum Thema beitragen.
http://freezonechef.servertalk.in/viewtopic.php?t=15914
und vor allem das hier: http://freezonechef.servertalk.in/viewtopic.php?t=15916
Man braucht aber nicht gleich die Notenbanken abzuschaffen, was einer utopischen Forderung gleichkommt, also total unrealistisch ist.
Es ginge auch anders. - Siehe dazu meine Vorschläge im Folgenden!
Nun aber noch zu meinem Ansatz und meiner auch von Dir oben zitierten Aussage:
Ich denke durchaus, dass man/der Staat einiges dazu beitragen könnte,
um die Gefahr von Fehlallokationen zu mindern. Was mir dazu einfällt, ist vor allem Folgendes:
1. Das, was Otte schon vor längerer Zeit vorgeschlagen hat: ein "TÜV" für Finanzprodukte.
Wenn Du Dir ein Auto oder ein Elektrogerät kaufst, kannst Du Dich im allgemeinen darauf verlassen, dass sie gewissen Sicherheits-Standards genügen.
Warum sollte sich so etwas nicht auch bei Finanzprodukten machen lassen...?
Der Anleger könnte dann nach dem "TÜV-Siegel" fragen... - vielleicht sogar differenziert nach Risiko-Klassen! - und dann seine Entscheidung treffen.
Und die Prüfungsstelle - möglichst international! - könnte bestimmte "Finanzprodukte" von vornherein nicht zulassen.
2. Eine Finanztransaktions-Steuer von z.B. rd. 1% auf das Geld, das bei reinen Finanz-Transaktionen bewegt wird.
Diese würde kurzfristig orientierte Transaktionen (Spekulationen) wesentlich verteuern - und deshalb auch vermindern.
Überdies wäre damit ein positiver Einnahmeeffekt für den Staat verbunden.
3. Wiedereinsetzung des Steuerungsinstruments "Mindestreservesatz" - und zwar in modifizierter Form. - Diese Maßnahme setzte an der von mir genannten "Quelle" an.
Mich wundert es seit fast 30 Jahren, dass die Bundesbank bzw. EZB dieses Instrument scheinbar vergessen haben. Damit aber kann man direkt in die Geldschöpfung der Geschäftsbanken eingreifen und gleichzeitig ein Sicherheitspolster anlegen.
Ich sagte: "in modifizierter Form" - und meinte damit, dass sich der MR-Satz auch an der Forderungsstruktur der jeweiligen Bank orientieren könnte: Investmentbanken haben einen höheren MR-Satz als klassische Banken mit Krediten für produktive Zwecke.
Noch ein Nachsatz zu den von Dir angesprochenen Marktwerten:
Wenn eine große Nachfrage auf ein kleines Angebot trifft, hat dies - gerade an der Börse! - starke Preisänderungen zur Folge. (siehe VW-Aktie im vergangenen Jahr!)
Das kann zu gravierenden Wertveränderungen führen, die oft nicht mit der "realen Lage" korrespondieren. Bei den Blasenbildungen ist dies oft der Hauptgrund!
MkG
Diogenes2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
http://www.kzu.ch/fach/as/material/texte_philo/Diogenes/diogenes_01.htm und
http://www.brainworker.ch/zynismus/ |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Sat Feb 13, 2010 2:34 am Post subject: |
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| Diogenes2000 wrote: |
Ich denke durchaus, dass man/der Staat einiges dazu beitragen könnte,
um die Gefahr von Fehlallokationen zu mindern. Was mir dazu einfällt, ist vor allem Folgendes:
1. Das, was Otte schon vor längerer Zeit vorgeschlagen hat: ein "TÜV" für Finanzprodukte.
Wenn Du Dir ein Auto oder ein Elektrogerät kaufst, kannst Du Dich im allgemeinen darauf verlassen, dass sie gewissen Sicherheits-Standards genügen.
Warum sollte sich so etwas nicht auch bei Finanzprodukten machen lassen...?
Der Anleger könnte dann nach dem "TÜV-Siegel" fragen... - vielleicht sogar differenziert nach Risiko-Klassen! - und dann seine Entscheidung treffen.
Und die Prüfungsstelle - möglichst international! - könnte bestimmte "Finanzprodukte" von vornherein nicht zulassen.
2. Eine Finanztransaktions-Steuer von z.B. rd. 1% auf das Geld, das bei reinen Finanz-Transaktionen bewegt wird.
Diese würde kurzfristig orientierte Transaktionen (Spekulationen) wesentlich verteuern - und deshalb auch vermindern.
Überdies wäre damit ein positiver Einnahmeeffekt für den Staat verbunden.
3. Wiedereinsetzung des Steuerungsinstruments "Mindestreservesatz" - und zwar in modifizierter Form. - Diese Maßnahme setzte an der von mir genannten "Quelle" an.
Mich wundert es seit fast 30 Jahren, dass die Bundesbank bzw. EZB dieses Instrument scheinbar vergessen haben. Damit aber kann man direkt in die Geldschöpfung der Geschäftsbanken eingreifen und gleichzeitig ein Sicherheitspolster anlegen.
Ich sagte: "in modifizierter Form" - und meinte damit, dass sich der MR-Satz auch an der Forderungsstruktur der jeweiligen Bank orientieren könnte: Investmentbanken haben einen höheren MR-Satz als klassische Banken mit Krediten für produktive Zwecke.
MkG
Diogenes2000 |
Selbstkritische Stimmen kommen aus der Finanzindustrie selbst. Im SPIEGEL-Interview beklagt der Chef der ING Diba , Ben Tellings, eine Zockermentalität seiner Branche. Als Konsequenz aus der Finanzkrise fordert er "eine Kombination aus schärferer Regulierung und Selbstdisziplin". Außerdem müsse man "das Investmentbanking vom großen Geldkreislauf abkoppeln. Nur so ließe sich verhindern, dass es die Welt wieder in eine so allumfassende Krise stürzen kann."
Tellings sagte, er sei generell "total überrascht, dass so wenige zur Rechenschaft gezogen werden angesichts ihrer Verantwortung für die Krise". Außerdem würden "die alten gefährlichen Finanzprodukte schon wieder weltweit verkauft. Und schon wieder lassen sich viele Anleger Dinge andrehen, die sie gar nicht verstehen und brauchen."
Weiter sagte der Bankchef: "Eigentlich sind wir Banker doch Treuhänder des Vermögens unserer Kunden. Stattdessen führen sich viele in meiner Branche auf wie Zocker, aber in einem ganz neuen Sinn: Denn sie müssen ja nicht haften, stecken gutes Geld ein und können im Prinzip nur gewinnen." Das Einzige, was auf dem Spiel stehe, seien "Integrität und Reputation - doch deren Verlust scheint man gern in Kauf zu nehmen".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677357,00.html
Da braucht man nicht einmal besonders aufmerksam zwischen den Zeilen zu lesen, was gemeint sein könnte...
Es kommt m.E. dem sehr nahe, was ich in meinen 3 Punkten genannt habe.
MkG
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Tue Feb 16, 2010 3:54 pm Post subject: IWF-Experten fordern deutlich höhere Inflation |
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"Bei diesem Vorschlag dürfte den meisten Deutschen ganz anders werden: Ausgerechnet der Internationale Währungsfonds, traditioneller Verfechter einer stabilen Geldpolitik, fordert die Notenbanken auf, künftig vier Prozent Inflation anzustreben. Bisher peilt die EZB zwei Prozent an.
Hamburg - Der Vorschlag kommt einer Sensation gleich: Der Internationale Währungsfonds (IWF), seit langem prominentester Vorkämpfer für eine niedrige Inflationsrate, will in den kommenden Jahren eine deutlich höhere Geldentwertung zulassen. IFW-Chefvolkswirt Olivier Blanchard schlug den Notenbanken in einem Beitrag vor, ihr Inflationsziel von zwei auf vier Prozent zu verdoppeln.
An dem Arbeitspapier mit dem Titel "Makroökonomische Politik neu denken", das am 12. Februar auf der Internetseite des Währungsfonds veröffentlicht wurde und aus dem die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag zitiert, haben zwei weitere IWF-Ökonomen mitgeschrieben. Zwar heißt es auf Seite zwei des Beitrags, dieser gebe nur die Meinungen der Autoren wieder und solle deshalb nicht als offizielle Position des IWF angesehen werden. Doch es ist kaum vorstellbar, dass IWF-Präsident Dominique Strauss-Kahn die Meinung der Autoren nicht teilt.
Mit seinem Vorschlag einer Verdopplung der Inflation greift der IWF in eine der derzeit brisantesten Debatten ein, die weltweit geführt wird - aber fast nirgendwo so emotional wie in Deutschland. Geht es hierzulande um das Thema Inflation, ist schnell vom kollektiven Gedächtnis der Nation die Rede, in das sich die schlimme Erfahrung der Geldentwertung eingegraben habe."
hier geht´s weiter:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,678195,00.html
Sensation oder nicht, egal! Es ist auf jeden Fall eine Novität!
Allerdings entspringt sie durchaus der auch hier im Forum mehrfach geäußerten Ansicht, dass ein Weg aus der Schuldenfalle eine sukzessive, konsequente, aber auch kontrollierte Inflationierung sein könnte.
Interessant ist auch die Ansicht, dass man in Zukunft immer wieder mit krisenhaften Entwicklungen rechnen muss... Und darauf sollte man reagieren können, so die Autoren.
"Mit höherer Inflation flexiblere Reaktion auf Schocks
Dass die IWF-Ökonomen um Blanchard angesichts dieser Rahmenbedingungen eine Verdopplung der Inflationsrate fordern, hat jedoch noch einen anderen Hintergrund: Sie fürchten sinkende Preise, die sogenannte Deflation."
Wer gerne um mehrere Ecken denkt, könnte natürlich bei dieser Veröffentlichung auch daran denken, dass man damit auf höhere Zinsen in nächster Zukunft vorbereiten will...
Insgesamt aber meine ich schon, dass sich hier eine weitere Novität ankündigt...
Und gleich noch was Anderes "hintendran" - zum Euro:
Die Griechenland-Krise beunruhigt die Deutschen: Droht Europa eine Mega-Inflation? Wird unser Geld zur Weich-Währung? Solche Ängste sind unbegründet - die Schwäche des Euro ist das Beste, was der Wirtschaft passieren kann.
...
Gerade in Deutschland sieht mancher die Euro-Schwäche mit großem Unbehagen. Die Aufwertungen der deutschen Mark wurden immer gerne mit Stolz gesehen, die Schwäche des Euro wird von vielen jetzt als gefährliches Omen gewertet. Als in der vergangenen Woche die Finanzminister der G-7-Industrieländer den Euro-Verfall eher gelassen hinnahmen, titelte eine große deutsche Wirtschaftszeitung: "G-7-Minister lassen den Euro im Stich".
Doch so hartnäckig sich die Vorstellung hält, dass nur eine harte Währung eine gute Währung ist - die jüngste Euro-Schwäche ist uneingeschränkt gut. Gut für Deutschland und gut für Europa. Denn die Panik um Griechenland hat vor allem eines erreicht: Sie hat einen absurden Höhenflug der europäischen Währung gestoppt, der vor allem auf den schwachen Dollar zurückzuführen war.
...
Jede Aufwertung des Euro bedeutet, dass deutsche und europäische Industrieunternehmen an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Jeder US-Cent, den der Euro mehr kostet, bedeutet Folgendes:
■billigere Importe aus dem Ausland, was den Firmen den Absatz auf heimischen Märkten erschwert
■und zugleich teurere Exporte, was den Verkauf im Ausland behindert.
...
Wachstum zu Hause ist wichtiger als billiger Urlaub im Ausland
Dieses Argument sollte auch all jene überzeugen, die sich über die hohe Kaufkraft des Euro bei ihrem Urlaub im Ausland freuen: Wirtschaftswachstum und damit die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes zu Hause sind immer noch wesentlich wichtiger, als ein paar Tage Hotelübernachtung in New York oder Thailand ein paar Prozent billiger zu bekommen.
mehr hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,677878,00.html
Ich denke, solche Anstöße zum Umdenken sind nötig.
An anderer Stelle habe ich ja vor kurzem auch schon darauf verwiesen:
- und dabei expressis verbis auf das Thema Reisen verwiesen:
http://freezonechef.servertalk.in/viewtopic.php?p=46102&highlight=#46102
Ob die Deutschen noch Reise-Weltmeister sind, weiß ich nicht, vermute aber, dass auch viel übriges oder zusätzlich verdientes Geld (z.B. auch aus Lohnerhöhungen) vor allem ins Reisen - und damit in die Importe - investiert wird, also gerade nicht "wachstums- oder konjunkturfördernd" verwendet wird.
Ich meine auch, dass ein hoher Euro-Kurs nicht etwas "Gutes an sich" ist.
Man muss da schon genauer hingucken.
MkG
Diogenes2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
http://www.kzu.ch/fach/as/material/texte_philo/Diogenes/diogenes_01.htm und
http://www.brainworker.ch/zynismus/ |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Tue Mar 02, 2010 4:04 pm Post subject: Neues zum Thema... |
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Wie man sieht,
beginnt die Diskussion über die "Novitäten" anzulaufen...
Siehe hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681172,00.html
und hier:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,680486,00.html
Wer kann noch mehr Links dazu beitragen...?
Interessant ist bei diesem Thema auch,
mal darauf zu achten, wie sich die Wechselkurse entwickeln...!
Bitte dabei aber nicht nur auf die Kurse der "Leitwährungen" achten!
In Costa Rica empfehlen die Banken jetzt,
keine Kreditverträge mehr auf Dollarbasis abzuschließen.
Was steckt da dahinter...?
MkG
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Euklid
Joined: 01 Mar 2006 Posts: 13055
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Posted: Tue Mar 02, 2010 6:04 pm Post subject: Re: Neues zum Thema... |
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| Diogenes2000 wrote: | Wie man sieht,
beginnt die Diskussion über die "Novitäten" anzulaufen...
Siehe hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681172,00.html
und hier:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,680486,00.html
Wer kann noch mehr Links dazu beitragen...?
Interessant ist bei diesem Thema auch,
mal darauf zu achten, wie sich die Wechselkurse entwickeln...!
Bitte dabei aber nicht nur auf die Kurse der "Leitwährungen" achten!
In Costa Rica empfehlen die Banken jetzt,
keine Kreditverträge mehr auf Dollarbasis abzuschließen.
Was steckt da dahinter...?
MkG
Diogenes2000 |
Hallo Diogenes
die Gesetze in Deutschland sind perfekt getrimmt auf Inflation.
Da die Gesetze bei der Vererbung z.B nicht auf 1 Stück Haus = steuerfrei lauten ,sondern auf Eurotzer pauschal wird es in nächster Zeit ein böses Erwachen geben.
Auch die Besteuerung der Renten,au weia,auch die niedrigen Kapitalertragssteuerpauschalen au weia,es wird wohl überall zwicken.
Die Zusatzeinnahmen über die kalte Progression bringt natürlich Milliarden in die Kassen.
Bald werden wohl wieder die früheren Diskussionen geführt.
Die lauteten ja lieber 7% Inflation als 7% Arbeitslose oder so ähnlich.
Gruß Euklid |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Tue Mar 02, 2010 6:42 pm Post subject: Re: Neues zum Thema... |
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| Euklid wrote: | | Diogenes2000 wrote: | Wie man sieht,
beginnt die Diskussion über die "Novitäten" anzulaufen...
Siehe hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681172,00.html
und hier:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,680486,00.html
Wer kann noch mehr Links dazu beitragen...?
Interessant ist bei diesem Thema auch,
mal darauf zu achten, wie sich die Wechselkurse entwickeln...!
Bitte dabei aber nicht nur auf die Kurse der "Leitwährungen" achten!
In Costa Rica empfehlen die Banken jetzt,
keine Kreditverträge mehr auf Dollarbasis abzuschließen.
Was steckt da dahinter...?
MkG
Diogenes2000 |
Hallo Diogenes
die Gesetze in Deutschland sind perfekt getrimmt auf Inflation.
Da die Gesetze bei der Vererbung z.B nicht auf 1 Stück Haus = steuerfrei lauten ,sondern auf Eurotzer pauschal wird es in nächster Zeit ein böses Erwachen geben.
Auch die Besteuerung der Renten,au weia,auch die niedrigen Kapitalertragssteuerpauschalen au weia,es wird wohl überall zwicken.
Die Zusatzeinnahmen über die kalte Progression bringt natürlich Milliarden in die Kassen.
Bald werden wohl wieder die früheren Diskussionen geführt.
Die lauteten ja lieber 7% Inflation als 7% Arbeitslose oder so ähnlich.
Gruß Euklid |
Hi Euklid,
alles richtig, was Du schreibst.
Der "Weltökonom" HS ist ja in letzter Zeit wieder mehr gefragt.
Alter spielt dabei keine Rolle - und falls doch, eher "positiv"!
Aber vielleicht erinnerst Du Dich auch noch an meine "alten Beiträge"...
vor eineinhalb Jahren im Gelben, aber auch hier bei den Ketzern?!
Meine These WWR (Welt-Währungs-Reform) als Alternative zur Inflationierung...
Eines von beiden musste kommen!
Jetzt probiert man´s vermutlich zuerst mit Inflationierung,
aber auch auf der Währungsseite tut sich einiges.
"Abwertung" des Euro in Relation zum Dollar geht in die gleiche Richtung,
allerdings mit der positiven Nebenwirkung, dass damit die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Produzenten wieder wächst.
Sparer und Anleger sind halt gekniffen, was soll´s...?!
Es ist ja auch nur sozial gerecht ,
denn wer sparen oder Geld anlegen kann, hat sowieso zu viel davon!
MkG
Dio2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
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Euklid
Joined: 01 Mar 2006 Posts: 13055
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Posted: Wed Mar 03, 2010 7:25 am Post subject: Re: Neues zum Thema... |
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| Diogenes2000 wrote: | | Euklid wrote: | | Diogenes2000 wrote: | Wie man sieht,
beginnt die Diskussion über die "Novitäten" anzulaufen...
Siehe hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681172,00.html
und hier:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,680486,00.html
Wer kann noch mehr Links dazu beitragen...?
Interessant ist bei diesem Thema auch,
mal darauf zu achten, wie sich die Wechselkurse entwickeln...!
Bitte dabei aber nicht nur auf die Kurse der "Leitwährungen" achten!
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Was steckt da dahinter...?
MkG
Diogenes2000 |
Hallo Diogenes
die Gesetze in Deutschland sind perfekt getrimmt auf Inflation.
Da die Gesetze bei der Vererbung z.B nicht auf 1 Stück Haus = steuerfrei lauten ,sondern auf Eurotzer pauschal wird es in nächster Zeit ein böses Erwachen geben.
Auch die Besteuerung der Renten,au weia,auch die niedrigen Kapitalertragssteuerpauschalen au weia,es wird wohl überall zwicken.
Die Zusatzeinnahmen über die kalte Progression bringt natürlich Milliarden in die Kassen.
Bald werden wohl wieder die früheren Diskussionen geführt.
Die lauteten ja lieber 7% Inflation als 7% Arbeitslose oder so ähnlich.
Gruß Euklid |
Hi Euklid,
alles richtig, was Du schreibst.
Der "Weltökonom" HS ist ja in letzter Zeit wieder mehr gefragt.
Alter spielt dabei keine Rolle - und falls doch, eher "positiv"!
Aber vielleicht erinnerst Du Dich auch noch an meine "alten Beiträge"...
vor eineinhalb Jahren im Gelben, aber auch hier bei den Ketzern?!
Meine These WWR (Welt-Währungs-Reform) als Alternative zur Inflationierung...
Eines von beiden musste kommen!
Jetzt probiert man´s vermutlich zuerst mit Inflationierung,
aber auch auf der Währungsseite tut sich einiges.
"Abwertung" des Euro in Relation zum Dollar geht in die gleiche Richtung,
allerdings mit der positiven Nebenwirkung, dass damit die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Produzenten wieder wächst.
Sparer und Anleger sind halt gekniffen, was soll´s...?!
Es ist ja auch nur sozial gerecht ,
denn wer sparen oder Geld anlegen kann, hat sowieso zu viel davon!
MkG
Dio2000 |
Hallo Dio guten Morgen
inzwischen trommelt das Morgenmagazin daß der Euro schwach wäre.
Es ist zwar richtig daß der Euro vom Hoch 1,60 zum Dollar jetzt auf 1,34 - 1,36 pendelt,aber bei der Einführung war er ja mal in der Nähe von 0,80.
Natürlich hilft das Sinken des Euros dem Export wieder auf die Beine,dafür wird man aber demnächst mit höheren Importpreisen rechnen müssen.
Frankreich hat die Steuern z.B massiv gesenkt,von 48 auf 40%.
Hier eine Übersicht.
http://moneycab.presscab.com/de/templates/?a=55879
Das Problem bei uns in Deutschland sind nicht die absoluten Steuerhöchstsätze ,sondern das viel zu schnelle Erreichen des Steuerhöchstsatzes.
Käme eine Inflation von ca 4-5% wäre das eine massive Steuererhöhung durch die kalte Progression.
Interessant ist auch der Vergleich mit den Flat-Tax - Steuertarifen der osteuropäischen Länder,die bei 15 - 25% liegen.
Sie liefern zwar im Endeffekt in etwa die gleichen Steuern,aber bei Inflation ist keine kalte Progressionsenteignung gegeben,da Flat-Tax-Modelle ja lineare Prozentsätze abgreifen.
Die modernisierte Form der Enteignung ist in den westeuropäischen Ländern in den progressiven Steuerkurven eingearbeitet,mehr braucht man dazu nicht.
Es ist natürlich unschön wenn man auf den letzten Euro schon 45% Steuern zahlen muß während die Sozialversicherungsbeiträge auch noch dazu kommen.
Kläglich was die FDP da eingebracht hat.
Gruß Euklid |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Thu Mar 04, 2010 3:31 pm Post subject: |
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Es geht weiter mit dem Thema...
Sebastian Dullien, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin, schreibt dazu aktuell in SPON-Online http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,681657,00.html
u.a. folgendes:
Dennoch: Trotz all dieser guten Argumente für eine höhere Inflation hat Bundesbank-Präsident Weber Recht, wenn er sich dagegen ausspricht. Das Problem wäre nämlich die Übergangszeit. Es ist alles andere als klar, wie eine Notenbank aus dem Stand eine höhere Inflation produzieren kann.
Inflation entsteht nicht per Dekret, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel von Arbeitgebern, Unternehmen, Banken, Anlegern und dem Staat. Veränderungen im Inflationsziel müssen sich erst langsam in das Verhalten der Wirtschaftsakteure, vor allem der Unternehmen und Tarifparteien, einbetten. In der Übergangszeit ist es durchaus möglich, dass die Preise stärker steigen als die Löhne - und somit die Kaufkraft verringert wird. Gut möglich auch, dass sich der Anstieg der Teuerung nur sehr allmählich und über mehrere Jahre vollzieht.
(Hervorhebungen durch mich)
Tja, selbst Wirtschaftprofessoren mit dem Thema nahestehenden Schwerpunkten scheinen es nicht ganz begriffen zu haben!
Natürlich können Notenbanken Inflation weder verordnen noch produzieren.
Darum aber geht es ja gar nicht, sondern darum,
wann die Notenbanken geldpolitisch eingreifen/reagieren sollten!
Ein höheres Inflationsziel würde die Reaktionszeit und den Reaktionsspielraum für geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken erweitern.
Oder mit anderen Worten:
Sie müssten nicht so schnell wie bisher auf Anstiege der Inflationsraten z.B. mit Zinserhöhungen reagieren.
Das aber käme einer Lockerung der Geldpolitik oder
einer Politik des eher billigen Geldes gleich!
MkG
Diogenes2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Mon Mar 22, 2010 2:41 am Post subject: |
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Bevor auch ich - siehe Baldur-Beitrag! - auf Schleichfahrt gehe,
noch ein paar Anmerkungen zum Thema:
Momentan scheint ja alles ruhig zu sein: Börsen marschieren seitwärts,
die Griechenland-Krise lässt einige neue Gedanken aufkommen,
die Regierungen überlegen oder auch nicht, jedenfalls kommt nicht viel raus...
Die Chinesen und die Amis bereiten sich auf einen kleinen Handelskrieg vor: man denkt verschärft über neue Zollbarrieren nach, nachdem die Chinesen sich weigern, ihren Yuan/Renmimbi aufzuwerten...
Bei der Bankenkontrolle wird wohl leider nicht viel rauskommen
... so dass sich die Blasen locker weiter entwickeln können.
usw. usw...
Bonner mag sich aufregen oder auch nur wundern,
ich tu´s schon lange nicht mehr...
auch nicht darüber, dass der costarrikanische Colon in der vergangenen Woche rund 5% gegenüber dem US-Dollar an Wert zugelegt hat.
(Ich werde mich aber darauf einstellen müssen...)
Ansonsten aber lehne ich mich zurück und beobachte,
ob und welche "Novitäten" in nächster Zeit heraufziehen.
Solange man sich nicht grundsätzlich von einer wachstumsorientierten Geld- und Wirtschaftspolitik verabschiedet und Strategien entwickelt,
sich auf niedrigerem Niveau zu konsolidieren - und dazu gehört m.E. eine grundlegende Reform incl. effektiver Kontrolle des Finanzsektors oder gar einer Welt-Währungs-Reform -
bleibt die Krise nicht nur latent, sondern auch weiterhin gefährlich.
Also denn,
dann beobachtet, schimpft und sorgt Euch mal schön weiter!
Ich melde mich wieder, wenn´s wieder interessant wird.
MkG
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Euklid
Joined: 01 Mar 2006 Posts: 13055
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Posted: Mon Mar 22, 2010 2:44 pm Post subject: |
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| Diogenes2000 wrote: | Bevor auch ich - siehe Baldur-Beitrag! - auf Schleichfahrt gehe,
noch ein paar Anmerkungen zum Thema:
Momentan scheint ja alles ruhig zu sein: B�rsen marschieren seitw�rts,
die Griechenland-Krise l�sst einige neue Gedanken aufkommen,
die Regierungen �berlegen oder auch nicht, jedenfalls kommt nicht viel raus...
Die Chinesen und die Amis bereiten sich auf einen kleinen Handelskrieg vor: man denkt versch�rft �ber neue Zollbarrieren nach, nachdem die Chinesen sich weigern, ihren Yuan/Renmimbi aufzuwerten...
Bei der Bankenkontrolle wird wohl leider nicht viel rauskommen
... so dass sich die Blasen locker weiter entwickeln k�nnen.
usw. usw...
Bonner mag sich aufregen oder auch nur wundern,
ich tu�s schon lange nicht mehr...
auch nicht dar�ber, dass der costarrikanische Colon in der vergangenen Woche rund 5% gegen�ber dem US-Dollar an Wert zugelegt hat.
(Ich werde mich aber darauf einstellen m�ssen...)
Ansonsten aber lehne ich mich zur�ck und beobachte,
ob und welche "Novit�ten" in n�chster Zeit heraufziehen.
Solange man sich nicht grunds�tzlich von einer wachstumsorientierten Geld- und Wirtschaftspolitik verabschiedet und Strategien entwickelt,
sich auf niedrigerem Niveau zu konsolidieren - und dazu geh�rt m.E. eine grundlegende Reform incl. effektiver Kontrolle des Finanzsektors oder gar einer Welt-W�hrungs-Reform -
bleibt die Krise nicht nur latent, sondern auch weiterhin gef�hrlich.
Also denn,
dann beobachtet, schimpft und sorgt Euch mal sch�n weiter!
Ich melde mich wieder, wenn�s wieder interessant wird.
MkG
Diogenes2000 |
Hallo Diogenes
was meinst Du denn mit dem noch niedrigeren Ni(w)o?
Für die Schwächsten der Schwachen wird ja in Deutschland aaaangeblich gerade staatliche Unterstützung flottgemacht damit sie wenigstens noch arbeiten können oder dürfen.
Welches Ni(w)o meinst Du, in Costa Rica oder das in Deutschland,in Europa oder in USA?
Ohne genaue Definitionen ist deine Aussage nicht zu gebrauchen,schimpfen ist zeitgemäß und von Ni(w)o redet hier schon keiner mehr.
Obwohl die närrische Zeit längst vorbei ist,scheint sie beim Bundespräsi gerade erst angekommen.
Sorgen machen?
Wer soll sich Sorgen machen?
Diejenigen die wirklich noch arbeiten oder diejenigen deren ganze Leistung aus dümmstem Gesabbel besteht welches die Medien begierigst aufsaugen?
Gruß Euklid |
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Marlowe_68
Joined: 20 Jan 2009 Posts: 539
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Posted: Mon Mar 22, 2010 5:32 pm Post subject: |
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| Quote: | | Solange man sich nicht grundsätzlich von einer wachstumsorientierten Geld- und Wirtschaftspolitik verabschiedet |
Ach, moment, bevor ich da was dazu schreibe, erst nochmal schauen, was
denn wäre, wenn man sich nicht verabschiedet:
| Quote: | bleibt die Krise nicht nur latent, sondern auch weiterhin gefährlich.
|
Also mal anders formuliert:
Wir haben eine latent gefährliche Krise.
Frage: Wie äussert sich diese Krise, wer ist betroffen und sollte man
etwas dagegen unternehmen?
Ich nehme an, Diogenes meint die Finanzkrise.
Wer ist da betroffen?
Diejenigen, die nichts haben, diejenigen mit kleinem Sparguthaben oder
evtl. doch nur die großen, allen voran die deutsche Bank?
Immerhin waren Sparguthaben vor der Krise bis zu einem
Maximalbetrag von 25.000,- € abgesichert, die überwiegende
Mehrheit wäre also rein technisch nicht so sehr betroffen gewesen.
Na lassen wir das.
Die merkelsche Generalgarantie für alles und jeden aber zielt wohl eher
auf die tatsächlich betroffenen Konzerne ab, die virtuelle Vermögen als das hätten bilanzieren müssen, was diese sind: Scheingewinne aus
angedichteten Vermögenszuwächsen ohne jede Substanz.
Die Holzhütte in Oklahoma soll einen ominösen Wertzuwachs
aufweisen, keiner weiss warum, egal, der Spekulant hat immer
recht und wenn er meint, die Termitenburg würde in 10 Jahren
20 % Eigenkapitalrendite herbeizaubern, nun gut, Glaube versetzt Berge,
der muss auch damit leben können, wenn festgestellt wird, dass
80 Prozent der Substanz von Termiten verfressen und vervögelt wurde.
Geld weg, Hütte weg, Zerti wertlos und nun?
Krise.
Diogenes:
| Quote: | | grundlegende Reform incl. effektiver Kontrolle des Finanzsektors oder gar einer Welt-Währungs-Reform |
Hm.
Konstatieren wir mal:
Wir haben eine Gesellschaft, wo geschätzt 25 % on Top sind und der
Rest eh auf niedrigem Niveau vor sich hinwurschtelt.
Die ganze Reformerei und "Kontrolle" würde nur einem dienen, die
Vermögen weiter zu konzentrieren bis das Verhältnis bei 20:80 steht.
Wobei also bei 80 % das Niveau weiter sinkt.
Toll.
Wofür haben wir eigentlich so einen ollen Bankenrettungsschirm mit
unserer zukünftigen Arbeitsleistung finanziert?
Das ist doch Leibeigenschaft³.
Warum hat man nicht in diesem Fall der Krise die
Freiheit des Marktes ernstgenommen?
Der Markt hat doch recht. Strenggenommen.
Ciao
Marlowe _________________ __________________________________________
Bin für Lohnanpassungen auf Basis der Benzinpreiserhöhungen, meinetwegen im Stundentakt.  |
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Diogenes2000

Joined: 21 Mar 2009 Posts: 808
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Posted: Wed Mar 24, 2010 3:57 pm Post subject: |
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Da es ja immer noch einige gibt, die Interesse an diesem Faden haben,
bleibe ich auch auf Schleichfahrt weiterhin auf Horchposten...
Und siehe da, es gab wieder einiges zu "hören":
1. In einem Interview bei SPON äußert sich die als Globalisierungskritikerin bekannte Noreena Hertz zur Lage und verweist darin auf die Notwendigkeit, nicht allein das Wachstum, sondern weitere neue Maßstäbe zur Beurteilung der realen wirtschaftlichen Lage heranzuziehen... und teilt auch im Folgenden weitgehend meine Meinung:
Hertz: Ich bin überzeugt davon, dass wir im Kapitalismus gerade an einem Wendepunkt stehen. Die Finanzkrise konnte nur entstehen, weil die Menschen zu sehr auf das Wachstum geguckt haben, ohne zu fragen, wo dieses Wachstum überhaupt herkommt und zu welchem Preis. Die Krise war ein Weckruf für viele Menschen, die einfach die Regeln des alten Systems akzeptiert haben. Politiker, Akademiker, Ökonomen, aber auch der Mann auf der Straße fragen sich jetzt, ob die alten Regeln eigentlich gerecht und richtig waren.
Auch verweist sie auf die Besonderheit der Banken und des Finanzsystems.
Hertz: Im Moment entstehen tatsächlich zwei Parallelwelten. In der einen leben die Banker mit ihren Vorstellungen vom Kapitalismus. Viele von ihnen verstehen die Befürchtungen der gewöhnlichen Menschen einfach nicht. In der anderen Welt leben alle anderen. Man kann aber nicht sagen, es hätte sich nichts verändert. Es gab viele Erneuerungen im Denken und Handeln.
Lesenswert! http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681908,00.html
2. "Der Chef der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers schließt weitere Mega-Bankenpleiten nicht aus. Solange sich nichts Grundlegendes bei den Finanzaufsichten und Finanzinstituten ändere, sei es "sogar höchstwahrscheinlich, dass ein Fall Lehman sich wiederholen wird", sagte Bryan Marsal dem "Handelsblatt". Bei den Aufsehern und in den Unternehmen habe sich nach der Lehman-Pleite zu wenig geändert."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,685388,00.html
Hier spricht ein Insider genau das aus, worauf es ankommt. Man sollte erkennen, dass der Finanzsektor und die Banken nicht mit den anderen Wirtschaftssektoren 1:1 gleichzusetzen oder zu vergleichen sind, sondern dass es hier andere Regeln gelten als bei Industrie- oder Handelsunternehmen und dass man deshalb auch auf Seiten der rechtlichen Ausstattung andere d.h. spezifische Regeln braucht.
In diese Richtung geht der Punkt 3:
3. In der nächsten Finanzkrise soll alles besser werden: Die Bundesregierung arbeitet laut "Süddeutscher Zeitung" daran, marode Banken künftig zügiger zu sanieren und notfalls zu zerschlagen - mit einem eigenen Insolvenzrecht für Kreditinstitute.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,685359,00.html
Auch wenn alle drei Links von SPON sind, halte ich sie dennoch für informativ - und nicht für tendenziös.
@Marlowe,
es ist nicht ganz so einfach, wie Du es sehen willst. Auch ist keineswegs sicher, dass die Reichen noch reicher werden und die Armen noch ärmer. Schon bei der letzten Krisenzuspitzung haben "die Reichen" ganz schön Federn lassen müssen - und zwar fast alle!
Wer auf Geldvermögen ganz besonderer Art sitzt, wird verlieren... Und da sind auch die Reichen recht gut vertreten.
Und manchmal gilt das sogar für Realvermögen, nämlich dann, wenn die Realgüter - wie z.B. "Deine amerikanischen Holzhütten" zu hoch bewertet sind.
Im übrigen teile ich die Meinung, dass derzeit wieder eine (inflationäre!) Blasenbildung abläuft. @Euklid, das ist auch das, was ich unter "sektoraler Inflation" verstehe. - Und in diesem Punkt gehe ich auch mit v. Mises konform, der ja im Grunde schon früher genau davon gesprochen hat, wenn auch nicht mit dem Terminus "Blasenbildung"...
Man könnte das Ganze auch "Sektorales Game-Over" nennen.
Dass damit die gesamte Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden kann, ist evident. Es ist aber kein "Muss". Deshalb sprach ich auch von einer immer noch latent vorhandenen Krise.
MkG
Diogenes2000 _________________ Du lebst in Gesellschaft! Also sei auf alles gefasst!
Sei wachsam, aber fürchte oder sorge Dich nicht! Lache stattdessen - oder beiße!
http://www.kzu.ch/fach/as/material/texte_philo/Diogenes/diogenes_01.htm und
http://www.brainworker.ch/zynismus/ |
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